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Die Sache mit dem „Dienen“

Ich gebe für das Wohl von jemand anderem, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Das war lange nicht mein Konzept, aber jetzt… Mein Wunder mit dem „Dienen“.

Kennst du die Situation auch? Ein Thema kommt irgendwie auf, scheint aber auf den ersten Blick für dich gar nicht so relevant zu sein und dann plötzlich kommt ein Satz, ein Bild, eine Beobachtung,… daher, etwas das vlt gar nichts direkt mit dem Thema zu tun hat, aber plötzlich so mega einschlägt und wie die große Erleuchtung für dich ist, bei der vor deinem geistigen Auge förmlich ein riesiges Explosionsschwammerl in die Luft geht?! Plötzlich ist das Thema präsent & scheint dich nicht mehr loszulassen.

Mir ging’s letzten mit dem Thema „Dienen“ so – ja, klingt erstmal pathetisch, das was gemeint ist, ist es aber eigentlich gar nicht. Also lass dich überraschen 😉

Was heißt denn „dienen“ jetzt überhaupt??

Mit „dienen“ meine ich einfach für jemand und sein Wohl oder zum Wohl eines größeren Ganzen etwas tun oder in irgendeiner Art geben. Und zwar ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. 

Dabei denk ich gar nicht an „große“ Sachen. Eher an Kleinigkeiten mit großer Auswirkung. 
Zum Beispiel…

  • …einem anderen Menschen (Freund, Freundin, Mama, Kind, Bruder, Nachbarin, Verkäufer,..) zuhören, wenn dieser sich aussprechen oder gehört werden möchte.
  • …mit jemandem seine Gedanken oder Wissen teilen.
  • …gemeinsam die Komfortzone verlassen.
  • …Holz beim Lagerfeuer nachlegen.
  • …als Elternteil sein Kind umsorgen.
  • Oder, oder, oder,… 

Warum soll das gut sein, wenn ich „diene“?!

  • Beim Dienen setzt man sich zum Wohl von jemand anderen, zum Wohl des Ganzen ein. Punkt. Das reicht eigentlich, oder nicht? Ich find schon.

Aber abgesehen davon, gibt’s für mich noch einiges mehr:

  • Wenn ich etwas in die Welt hinausgebe, kommt das auch irgendwie wieder zurück. Das sagt schon die alte Weisheit „wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es wieder zurück“.
    Jetzt geht’s natürlich nicht darum zu sagen, „ich tu etwas für jmd, damit ich das per Resonanz wieder zurückbekomm!“, aber wenn wir jemandem dienen und ihm/ihr etwas Gutes tuen, dann bin ich sicher werden wir in irgendeiner Form auch wieder etwas Gutes erfahren.
  • Lernen. Beim Dienen erlernen ich ganz viel über mich selbst.
    Was, wie und wem kann ich was geben? Ich kann mich beobachten warum ich was wie tu…

Für mich eine der beeindruckendsten Erkenntnisse der letzten Zeit: Ich KANN dienen. Ich kann zum Wohl eines anderen agieren, ohne eine Gegenleistung zu erwarten und das wirklich voller Freude und Hingabe. Hab ich lang nicht gesehen – aber mein Baby hat mich „sehend“ gemacht. 

Man könnte auch sagen „Dienen“ kommt ganz natürlich im Laufe eines Kreislaufes. Sinnbildlich könnten die Himmelsrichtungen als Kreislauf-Modell dienen. Nachdem man das „ich“ (im Osten) war und dann auch das „du“ (im Süden) entdeckt hat kommt das „wir“ (im Westen). Und in der „wir-Energie“ ist eben auch das Dienen zuhause.

Nicht mehr nur ich und mein Vorteil sind wichtig, sondern wir, das große Ganze ist gerade im Fokus. Deswegen können wir im „wir“ wirklich „Dienen“, also für andere und das Wohl des Ganzen etwas geben oder tun.

Eine schöne Entwicklung, oder?

Kreislaufmodell nach Himmelsrichtungen
Kreislaufmodell anhand der Himmelsrichtungen. Mit dem „Dienen“, das im Westen zu Hause ist.

Wie ich mein „Dienen“ erkannt hab

Das ich das „Dienen“ in mir entdeckt hab ist natürlich wieder bei einem Kurs beim Martin von @nawisho gewesen.

Es wurde ganz klein in einem größeren Zusammenhang aufgeworfen. Zu dem Zeitpunkt hab ich das Thema gar nicht richtig wahr genommen – ich hab’s gehört, es in mein Notizbuch geschrieben und es mit dem Gedanken „wem soll ich denn auch schon dienen? Dafür bin ich doch viel zu egoistisch“ geistig abgehakt.
Irgendwann tratschen eine andere Kursteilnehmerin und ich und BÄNG. Sie sagt einen Satz, der gar nicht auf das Thema „Dienen“ Bezug genommen hat. Es ging irgendwie um’s Baby und es kam drauf zu sprechen, dass sich Eltern ja rund um die Uhr um’s Baby kümmern müssen
BOOOOOOM – das Explosionsschwammerl steigt vor meinem geistigen Auge auf!
Mein einziger Gedanke war: „hm.. na.. sich ums Baby kümmern ist eh nicht schwer [im Sinne von kompliziert]. Das funktioniert eh automatisch. Und man macht’s ja eh auch gern.“ 

Plötzlich erkenne ich also, dass ich jemandem diene. Selbstlos. Ohne dass ich eine unmittelbare Gegenleistung erwarte.
Ich geh ständig über die Grenzen meiner Komfortzone hinaus. Oder erledige Dinge, die ich eig. nicht mag, aber weil sie fürs Baby gut sind mach sie sogar gern. Erstaunlich. Und Gegenleistung erwarte ich vom Baby auch keine. (Naja, viele Bussis vom Baby möchte vlt doch haben. ^^)

Plötzlich diene ich. Ich glaub’s nicht. Und was ich noch viel weniger geglaubt habe: Es ist nicht schwer. Es stört mich nicht. Im Gegenteil – es ist schon eine sehr coole Aufgabe & Herausforderung! Eine, die ich richtig gern hab.

Plötzlich bin ich eine ganz neue Seite von mir. Ich war doch mal das selbst-zentrierte Kathilein? Dann die Schwangere, die sich über das „du“ in ihrem Bauch Gedanken gemacht hat und jetzt? Jetzt bin ich die dienenden Mama in der „wir-Energie“. Unglaublich. Und schön.

Was ist die eigentliche Erkenntnis?

Ich kann’s.

Und wenn’s ich kann.. Dann kannst du ja auch! Dann können wir! 🙂

Die Erkenntnis von „ich kann“ geht natürlich in alle Lebensbereiche über. 
Aufgrund eines „dahergesagten“ Satzes, einer Beobachtung, einer Handlung,… kann sich deine und meine (unsere) ganze Sicht auf die Dinge und uns selbst verändert. Wir können also neu gestalten. Voller Freude und Zuversicht, weil wir haben ja gesehen, das wir mehr können als wir glauben.

Wir können erkennen, dass.. 

  • wir uns weiterentwickeln können. Sogar in Bereichen, die wir an uns immer ganz stark kritisiert haben.
  • wir können dienen – selbstlos zum Wohl anderer agieren und das voller Freude und Zufriedenheit. Obwohl wir manchmal ein (zu unrecht) schlechtes Bild von uns haben können wir. Und tun wir’s eh schon lange, sehen es nur nicht. 
  • wir können eben Einsichten gewinnen und diese dann in unser alltägliches Leben mitnehmen. 
  • wir können also mehr als wir uns manchmal zutrauen.

Das Leben lädt uns mit solchen Begegnungen also dazu ein aufmerksam durch unser Leben gehen und all die Ängste und Limitierungen, die uns noch zurückhalten, zu durchbrechen. Wir dürfen sehen, dass so viel mehr möglich ist und was wir alles können! Wir dürfen mit einer neuen Einstellung voller Freude neue Erfahrungen machen.

Wie geht’s dir mit dem „Dienen“?

Für mich eine ganz tolle Erkenntnis. Ausgelöst durch einen Satz, den ich aufs Thema „Dienen“ bezogen hab.

  • Wie geht’s dir mit dem Thema „Dienen“?
  • Bist du in dem einen oder anderem Lebensbereich ein leidenschaftlicher Diener oder Dienerin?
  • Hast du schon immer „freudvoller Diener“ oder gab’s für dich auch einen Wendepunkt, anhand dessen du begonnen hast richtig intensiv zu dienen oder du erkennen konntest, dass du eh immer schon gedient hast?
  • Wie empfindest du das Dienen? Fühlt sich bei dir auch so gut an, wie bei mir das „Mama-Dienen“?
  • Kannst du Gedanken zum Thema „Dienen“ auf andere Lebensbereiche übertragen?
  • Welche Limitierungen kannst du bei dir erkennen und durchbrechen?

Hm.. ich find’s irgendwie total spannend. Ein Thema, das mich nie berührt hat & plötzlich ist es so präsent, mit so viel positiver Feuerwerk-Sprühkraft in andere Lebensbereiche.

In dem Sinne. Fröhliches Dienen 🙂

 

Titelbild by Ramona Weiss

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